3D-Brillen

Dass bislang nur wenige Monitore tatsächlich ohne Sichthilfe erkennbare 3D-Bilder ausstrahlen, sind 3D-Brillen notwendig. Diese ermöglichen es dem Betrachter, Motive räumlich zu sehen, und bieten damit ein außergewöhnliches Wahrnehmungsgefühl.

Mit 3D-Brillen wird bereits seit Jahrzehnten experimentiert. Schon in den 1950er-Jahren gab es 3D-Filme im Kino und um 1980 herum kamen die Rot-grün-Brillen und entsprechende Kinofilme auf. Die 3D-Filme der neuen Generation wie "Avatar" sind allerdings von einem anderen Kaliber, da die eingesetzte Technik sehr viel präzisere und realistischere Bilder liefert. Es handelt sich hierbei um stereoskopische Bilder, die von den Brillen umgesetzt werden, indem sie beiden Augen zu gleicher Zeit unterschiedliche Bilder zeigen.

Mit einer 3D-Brille wird ein stereoskopisches Sehen ermöglicht. Die Effekte sind für den Betrachter teilweise atemberaubend. Er fühlt sich, als ob er mitten im Geschehen ist und nicht selten passiert es, dass er die Hand nach Personen oder Gegenständen ausstreckt, die er auf dem Bild oder im Film sieht.

Beispiele für 3D-Brillen sind unter anderem sogenannte Shutterbrillen. Diese verfügen über Gläser mit Flüssigkristall. So ist es möglich bei der Bildaufnahme jeweils ein Auge abzudunkeln, wodurch bei entsprechender Polarisation jedes Auge nur ein bestimmtes an sich gerichtetes Bild sieht. Andere 3D-Brillen nutzen zum Beispiel für jedes Auge ein eigenes Display bzw. empfangen ein eigenes Bild vom 3D-Beamer oder 3D-Monitor, was ein noch schärferes 3D-Bild ermöglicht. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Bildwiederholungsrate für Brille und 3D-Monitor bzw. 3D-Projektor so aufeinander abgestimmt ist, dass ausreichend viele Bilder pro Sekunde vom Auge gesehen werden können. Ansosnten kommt es zu einem Flimmern.

Moderne 3D-Brillen sind per Infrarotsignal mit dem 3D-Monitor oder 3D-Beamer verbunden. Auf diese Weise ist die Handhabung denkbar einfach: Man setzt die Brille auf und betrachtet die 3D-sendende Quelle. Der Effekt: ein räumliches bzw. plastisches Bild. Für die meisten 3D-Monitore, 3D-Beamer oder 3D-Kinofilme sind 3D-Brillen notwendig, um überhaupt ein Bild sehen zu können. Mit den 3D-Brillen ist der Betrachter aber mitten drin.